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Demmin

OV-Vorstand neu gewählt
Störe meine Kreise nicht, sagte der weise Archimedes vor über 2200 Jahren und es sollte nach dem Willen des SPD-Ortsvereins nicht soweit kommen, dass jemand diesen Ausspruch auf den Vorstand des Ortsverein ummünzt in "Störe meine Greise nicht!" Neuwahlen waren auf der letzten Sitzung des SPD Ortsvereins in Demmin also angesagt.
So widerstanden nicht nur Reinhardt Friedrichs (74), sondern auch Wolfgang Holst (72) als einer seiner Stellvertreter, sowie Roland Thoms (81) als Beisitzer standhaft der Bitte, noch weitere zwei Jahre an der Spitze des Ortsvereins zu stehen.
Bevor aber der neue Vorstand gewählt werden konnte, wurde dem langjährigen Vorstandsmitglied Sabine Dietrichs gedacht, die 2019 nach langer, schwerer Krankheit verstorben war.
Nach kurzer Diskussion wurden die Weichen gestellt für den "SPD Distrikt Dargun", der in den nächsten Wochen ebenfalls einen Vorstand wählen muß.
Auf einstimmigen Beschluß der Versammlung wurde Roland Thoms, für seine Verdienste um den Ortsverein und die Sozialdemokratie (er ist seit 49 Jahre Mitglied in der Partei) zum Ehrenvorsitzenden des Ortsvereins ernannt. Mit Ehrenurkunde und silberner Anstecknadel wurde Guido Fröschke für seine 25 Jahre währende Zugehörigkeit zur SPD geehrt.
Anschließend musste der gerade gewählte Ehrenvorsitzende den Vorsitz übernehmen, die Mitglieder um Entlastung des alten Vorstands bitten und die Neuwahl des neuen Vorstands einleiten.
Gewählt wurden dann in geheimer Wahl der neue Vorsitzende Guido Fröschke und sein Stellvertreter Alexander Guse. Für die Kassenangelegenheiten ist auch zukünftig Bettina Mense zuständig. Zu Beisitzern wurden Sigmund Boes, Anna Dietrich und Helmut Losehand gewählt.
Wir wünschen dem neuen Vorstand alles Gute für ihre zukünftige politische Arbeit.

@wholst 11.09.19

Roland Thoms Ehrenvorsitzender
im SPD Ortsverein Demmin
 
Laudatio (Laudator: Reinhardt Friedrichs)
 
Am 4.09.19 bekam ich die Daten über das Parteileben von Roland Thoms und war erstaunt, dass sein Leben erst 1994 beginnt, dann wurde aber doch schnell klar, dies Jahr war seine Rückkehr aus Freiburg in seine Heimatstadt Demmin.
Trotz massiver Belastung durch andauernde Weltreisen zur Akquirierung von Aufträgen für über 200 Mitarbeiter die in der kurz zuvor gegründeten Fabrik DMT arbeiteten, ließ er sich damals von Pf. Witte zur Bürgermeisterkandidatur breitschlagen.
In den 5 Wahlperioden von 1994 bis 20019 im Demminer Stadtparlament war Roland zweimal Fraktionsvorsitzender, wobei sein Hauptengagement der Ausschuss Soziales, Schulen und Kultur war und dreimal war er Kreistagsabgeordneter, zweimal in Demmin und einmal in Neubrandenburg und auch hier war sein Ausschuss: Soziales.
Weiter sitzt Roland im Verwaltungsbeirat der Sparkasse Neubrandenburg-Demmin, war Beisitzer im Kreisvorstand der SPD und 25 Jahre Vorstandsmitglied des SPD-Ortsvereins Demmin.
Und jetzt also Ehrenvorsitzender im Ortsverein Demmin, das ist nichts, was man so einfach geschenkt bekommt.
Roland, es ist uns eine Ehre, Dich zum Ehrenvorsitzenden zu haben.


@wholst 04.09.19
Nachgedanken
 
In den letzten Wochen, seit dem Bekanntwerden des Todes von Georg Wagner gab es viele Beileidsbekundungen in der Demminer Zeitung.
Viele Menschen haben sich zu seinem frühen Tod geäußert und ihm viele Adjektive verliehen, die Georg Wagner besonders, aber eben für jeden verschieden, auszeichneten.
Er sei menschlich gewesen, Mitglieder seines Segelvereins kannten ihn als hilfsbereit. Andere wieder erinnerten sich seiner Einfühlsamkeit, nannten ihn scharfsichtig und integer.
Bei allem darf man sicher, wie G. Nikelski sagen, dass er objektiv, blitzgescheit und unbestechlich war.
Alles in allem ein Mensch, der trotz seiner großen Bescheidenheit einer war, an den man erinnern muss.
Nicht wegen der ganzen vorgenannten Adjektive, nicht wegen seines tiefen achtersinnigen Humors, der in seinen Beiträgen zu „Ganz nebenbei“ deutlich wurde und nicht wegen seiner geistreichen Art, Berichte zu schreiben, sondern weil er siebenundzwanzig Jahre lang,  mit seinen Beiträgen auch die Demokratie in Demmin verankert hat. Er hat Demokratie geschrieben. Etwas was drei Jahre nach der Wende ein nicht ganz so intensiv erklärter Begriff war. Er hat Aufbauarbeit geleistet, wie an dieser Stelle geschrieben wurde. Genau deswegen hat Georg Wagner verdient, dass man an ihn erinnert, auch wenn er in seiner Bescheidenheit sich vielleicht dagegen gewehrt hätte.
 
Und die Form des Erinnerns, die entscheidet nicht die Verwaltung Demmins, sondern wie der stellvertretende Leiter des Bauamtes Thomas Engler (CDU) deutlich macht, die, die dafür zuständig sind und sicher meint er damit die Mitglieder des ganz demokratisch gewählten Stadtparlaments. Und sollte es im Stadtsäckel am Geld für zwei kleine Schilder fehlen, die einen guten Journalisten ehren, dann bin ich mir sicher, dass es in dieser Stadt genügend Menschen gibt, die diese Kosten gerne übernehmen.

wholst 30.07.2019
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