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SYSTEMRELEVANT?
Man kann sie nicht alle nennen, die Berufe, die in dieser Zeit der Einschränkung „systemrelevant“ sind.
Plötzlich, während dieser Corona oder besser Covid-19 Pandemie, tauchen Begriffe auf, die, wie dieses Virus, völlig neu scheinen.
„Fingertipping“ zum Beispiel oder „social distancing“, was so viel wie räumliche Distanz bedeutet, mancher wird den Begriff auch als „physische Distanz“ definieren. Aber wie auch immer, es geht um die Entfernung zwischen zwei oder mehr Menschen, die zur Abwehr jenes Virus´s eingehalten werden soll.
Ein Wort interessiert aber wirklich. Besonders im Zusammenhang mit der Telefon- oder Medienkonferenz der Ministerpräsident*innen (vielleicht ist der Stern an dieser Stelle auch falsch, weil bei ihnen keiner mit drittem Geschlecht vorhanden ist, oder der Stern sowieso an der falschen Stelle steht. Man sehe mir das nach) und der Kanzlerin.
Jedenfalls, nach dieser Sitzung tauchte das Wort „systemrelevant“ auf. Wer ist denn in dieser Zeit systemrelevant? Das sind alle Berufe mit wichtiger Bedeutung für das gemeine Staatswesen. Mit fällt spontan die Krankenschwester oder der Altenpfleger ein.
Hier in Demmin denken die Angestellten des KKH Demmin jetzt mehr an die Kranken als an die vor Kurzem begonnenen Tarifverhandlungen, deren Ergebnis wohl auch in diesem Jahr nicht die Tarifhöhe des TVÖD erreichen wird.
Systemrelevant sind aber auch jene, die unseren Energieverbrauch sichern, die Trinkwasserversorgung sichern,  die im  Groß- und Einzelhandel unsere Versorgung absichern, systemrelevant sind die Zulieferer, die Menschen in der Logistik-Branche und die Arbeitnehmer, die dafür sorgen, dass Telefonnetze, Internet und mobiles Internet gerade in Zeiten dieser „Kontaktsperre“ aber auch in Zukunft funktionieren. Ohne die Menschen die ihren Job bei den Medien verrichten, wären wir ohne aktuelle Nachrichten.
Polizei und Justiz sorgen, wie alle anderen auch, trotz Ansteckungsgefahr für Ruhe und Ordnung. Und alle die in diesen „systemrelevanten“ Bereichen arbeiten, arbeiten für verhältnismäßig geringes Gehalt.
 
Seien wir ihnen also ganz besonders dankbar, wenn sie uns bedienen, oder sich um uns oder unsere Angehörigen kümmern, weil wir es nicht können oder dürfen.
 
Übrigens tauchte der Begriff „Top-Manager“ in der Aufzählung der „Systemrelevanten“ nicht auf.
 
Der Durchschnittsverdienst der Top-Manager der wichtigsten börsennotierten Unternehmen in Deutschland stieg 2018 weiter an. Das Plus bei der Gesamtvergütung lag bei 3,6 Prozent. Demnach verdienten die 23 Dax-Chefs, die das ganze Jahr über im Amt waren, im Schnitt 7,51 Millionen Euro. Warum?
@wholst 24.3.2020
„Staatspolitische Verantwortung?“
Trotz vehementer Forderungen aus der Bundespolitik hat Thüringens neuer Ministerpräsident Thomas Kemmerich eine Neuwahl weiter abgelehnt.
Er hofft auf Mitarbeit aller Parteien im Sinne der „staatspolitischen Verantwortung“. Wenn dieser Thomas Kemmerich "staatspolitische Verantwortung" gehabt hätte, wäre er nicht zum dritten Wahlgang angetreten. Nun von anderen Parteien, diese staatspolitische Verantwortung einfordern zu wollen, ist schon eine unglaubliche Frechheit.
 
Man lässt sich nicht aus „staatspolitischer Verantwortung“ von einer Partei mit einem Mann an der Spitze, den man ungestraft „Faschist“ nennen darf und die selbst faschistischen Züge trägt,  zum Ministerpräsidenten wählen.
Es ist eine Schande für dieses Land mit dieser Geschichte. Gleichzeitig aber auch ein Zeichen der Mehrheiten auf Grund auch der schwachen Politik unserer SPD.
 
Der CDU in Thüringen, mit Mike Mohring an der Spitze, geht es nur um Machtübernahme.

Wir laden alle Demokraten heute Abend (06.02.2020)um 18:00h zu uns in die OV Versammlung ins Grillhus ein. Da werden wir dieses Thema: „Macht um jeden Preis“ auch in der Kommunalpolitik diskutieren.
 
 
@gf/wh06022020
Damals und heute im Wilden Westen (Osten)
 
 
      
Früher habe ich sie gerne gelesen. Durfte ich zwar nicht, aber sie waren nicht so dick und unter der Bettdecke gut zu handhaben. Kitschromane nannte mein Vater diese Hefte, die mir den Wilden Westen näherbrachten.
 
Da gab es in jeder Ausgabe den Kampf zwischen Gut und Böse und das Böse verlor stets. Da gab es Löcher, „ein Zoll über der Nasenwurzel“ und mancher Bandit war „schon tot, bevor er den Boden berührte“!?
 
Mein Lieblingscowboyfilm war „Weites Land“ und als ich jenen Film vor Kurzem wiedersah, mit diesem Streit zwischen Major Terrill gegen Viehzüchter Rufus Hannassey, die beide versuchen die für sie wichtige Wasserstelle „Big Muddy“ unter ihre Kontrolle zu bekommen, fiel mir sofort dieser amerikanische Freund in Berlin ein: Richard Grenell.
 
Zwar trägt er, wahrscheinlich um inkognito zu bleiben, keinen Cowboyhut. Aber er tritt hier in Deutschland genauso auf, wie dieser Steve Leech, der Vormann von Major Terrill. Großmäulig und die Hand ständig am Colt.
 
Er versucht Druck auszuüben, sucht und findet Unterstützer unter denen, die seinen Drohgebärden nicht standhalten und zückt schon mal, statt eines Revolvers (in Deutschland leider verboten, damned) einen Kugelschreiber und verfasst damit bitterböse Briefe an die Unternehmen die sich am Bau des, nein, nicht Wasserloches, sondern der Gaspipeline Nord Stream 2 von Russland nach Deutschland beteiligen.
 
Gas aus Russland ist böse, Fracking-Gas aus Amerika ist zwar Mist und teurer, aber eben aus Amerika und damit gut. Findet auf jeden Fall sein Boss, Major Terrill, der in Amerika auf seiner Ponderosa in einem ovalen Büro sitzt und versucht die Welt zu verstehen. Fast wären die Franzosen auf einen Deal mit ihm hereingefallen oder gabs gar keinen? Angela Maragon hat die Sache jedenfalls wieder geradegebogen. Nord Stream 2 wird erstmal weitergebaut. Und jetzt frage ich mich, wie sie die Franzosen überzeugt hat.
 
Hilft aber auch nicht so viel, wenn die Schweizer mit ihrem Verlegeschiff so in Verlegenheit gebracht werden, dass sie die Flucht ergreifen. Doch jetzt betritt mit ernster Miene ein Cowboy von der Ostküste die Bühne. Putin übernimmt die Rolle des James McKay, und ich warte jetzt darauf, wo und wie der Showdown stattfindet, wer nachher ein Loch, „ein Zoll über der Nasenwurzel hat und schon tot ist, bevor er den Boden berührt“!
 
Naja, jetzt konnte ich wahrscheinlich zwischen Film und Wirklichkeit nicht mehr unterscheiden. So geht’s mir immer, wenn es spannend wird.
 
Aber mal ehrlich, wozu braucht man Kitschromane, wenn die Wirklichkeit so spannend ist?
 
@wholst 08.02.19
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